Tips und Tricks zur Farbnahme am Patienten
1. Stets vor Beginn der Präparation die Zahnfarben bestimmen, da die Zähne sehr schnell austrocknen können (Dehydration). Dies führt zur Verringerung der Farbsättigung und zu Transluzenzverlust. Die Zahnoberflächen sollten zudem frei von Belägen und sauber sein.
2. Die wechselnden Wetterbedingungen und Sonneneinstrahlungen lassen das Tageslicht als ausschließliche Lichtquelle nicht zu. Daher benötigen wir zur konstanten Farbbestimmung künstliche Tageslichtleuchten. Die Farbtemperatur der Leuchtstofflampen sollte wenigstens 5500 Grad Kelvin betragen.
3. Irritierende Umfeldfarben, z.B. an Wänden, Fußböden oder Einrichtungsgegenständen, unbedingt bei der Planung von Farbnahmeräumen ausschließen. Bunte Kleidung der Patienten mit einem dunkelgrauen Tuch abdecken und Make-up auf den Lippen immer beseitigen.
4. Zuerst werden die Dentingrundfarben möglichst schnell und spontan ausgewählt, anschliessend die innere Farbintensität im Zervikal- und Inzisalbereich (z.B. mit Kiss Power Chromas).
Im letzten Schritt wird mit den Schneidemassen der Helligkeitswert bestimmt.
5. Opaleszenz- und Transluzenzbereiche haben einen großen Einfluss auf die Zahnästhetik und sollten, falls vorhanden, immer angegeben werden.
6. Der optimale Augenabstand zu den Frontzähnen liegt zwischen 40-60 cm. Generell sollten die Farbeindrücke nicht nur von frontal, sondern auch schräg von der Seite (45-70 Grad) kontrolliert werden.
7. Situationsmodelle dienen in allen Fällen als wichtige Informationsquelle und müssen dem Zahntechniker immer zur Verfügung stehen. Erfahrene Praktiker wissen, dass die Form- und Oberflächengestaltung einen großen Einfluss auf das Reflektionsverhalten der Kronen und somit auch auf das Endergebnis haben.

Farbaufzeichnung leicht gemacht mit dem neuen Farbdiagramm